2.06.2006 - Du bist, was Du isst?

 

Ganz falsch - denn du bist, was Du tust.

 

Das in unserer Welt vieles nicht richtig läuft, dürfte mittlerweile auch dem letztem klar sein, der an chronischen Optimismus leidet.

 

Das es sogar ein paar Sachen gibt, die völlig aus dem Ruder laufen, auch. Jedoch, alleine die Welt zu verändern, dürfte schwer sein - gemeinsam wird es da schon einfacher.

 

We Are What We Do

 

Eine nette Aktion, über die man sich mal Gedanken machen sollte....

 

 

 

 

 

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2.06.2006 - Sunshine.

 

Auch wenn, wie gestern geschrieben, ich auch gerne bei Regen draußen bin - auch bei Sonnenschein macht es mindestens ebensoviel Spaß. Heute war ich im NSG Großes Moor unterwegs, begleitet vom Trompeten der Kraniche, dem Rufen des Kuckucks (ja, er wird wirklich SO geschrieben!), einem neugierigen Bisam und Millionen von Mücken. By the Way: Kommt es mir nur so vor, oder haben die Mücken in diesem Jahr die Größe eines 2 Euro Stückes?!

 

Vergängliches Zeugnis der vergangenen Tage...

 

Ein Smaragd im Wald

 

 

 

 

Und dabei sind Bilder wie dieses noch gar nicht lange her:

 

 

 

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1.06.2006 - Verbrechen im Namen des guten Geschmacks

 

Mal Hand auf's Herz: Wer mag nicht auf sein Tunfisch beim Sushi verzichten? Oder die leckere Pizza beim Italiener oder der Tiefkühlscheibe aus dem Supermarkt?

 

Warum auch nicht? Prangt doch auf so ziemlich jeder Dose der politisch Korrekte "Delphin freundlich" Stempel auf diesen Produkten. "Flipper" will man doch nichts böses...

 


Gewaltige Profite wischen auch die allerletzten Bedenken der Industrie beiseite. Sie macht nun Jagd auf die letzten Tunfische, deren Bestände inzwischen nahezu zusammengebrochen sind. Damit wird die Zukunft hunderter Fischer aufs Spiel gesetzt, vor allem aber das Überleben einer ganzen Art. (Zitat Greenpeace)


 

Fragt man sich nur: Ist der Verbraucher so blöd - oder tut er nur so? Die Meere werden hoffnungslos überfischt, die Bestände des Roten Tunfischs stehen kurz vor der Ausrottung - und "Delphin freundlichen" Tunfisch gibt es nicht. Nahezu alle Albatrosarten stehen vor dem Aussterben - die Verantwortung liegt nicht nur bei den Langleinenfischern, sondern insbesondere beim Verbraucher. Wer Tunfisch kauft, rottet Arten aus. Punkt.

 

Greenpeace hat unter dem Titel "Die letzten ihrer Art - das Verschwinden des Blauflossen Tunfisch aus dem Mittelmeer" einen Report veröffentlicht (im .pdf Format), den der geneigte Tunfisch Gourmet doch mal aufmerksam lesen sollte. Ebenso wie das hier und nicht zu vergessen das hier.

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1.06.2006 - Spaziergang im Regen.

 

 

"Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung" pflegte mir meine Oma bei Spaziergängen in meiner Kindheit oft zu sagen.

 

Wie Recht sie hat.

 

 

 

 

Vor 542 Millionen Jahren begann das Kambrium - und mit der Kambrischen Explosion fanden auch diese Tiere ihre Heimat auf unseren blauen Planeten: Gastropoda, die Schnecken. Hier eine gute bekannte: Arion ater, die große Wegeschnecke aus der Ordnung der Lungenschnecken.

 

Der Albtraum eines jeden Gärtners ist jedoch ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Ökosystems - und für jeden Schneckenkorn streuenden Gemüsezüchter bei übermäßigen Schäden ein eindeutiges Indiz für seine Unvollkommenheit - und dafür, wie sehr wir es schon geschafft haben, die Natur zu schädigen.

 

Schneckenzäune und Absammeln sind die effektivsten Maßnahmen, aber leider wird immer wieder auf das "gute, alte Schneckenkorn" zurückgegriffen.

 

Schneckenkorn belastet nicht nur den Boden - sondern wird automatisch auch von den natürlichen Fressfeinden wie Igel, Eidechsen, Fröschen und Vögeln aufgenommen.

 

 

 

Wollgrasinseln im Torfabbaugebiet.

 

 

 

Ich für meinen Teil bin auch bei Regen gerne draußen - denn auch das hat seinen Reiz. Wasser ist Leben. Aus der Leitung - oder eben auch aus einem schönen Wolkenbruch.

 

 

 

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1.06.2006 - Hilflosigkeit...

 

 

 

...macht sich schnell breit. Nicht nur bei unserem jungen Gast, sondern auch bei uns als 'temporäre Ersatzeltern'.

 

Am vergangenen Samstag entdeckte ich im Vorbeifahren diesen jungen Vogel, der durch den Gewittersturm aus dem Nest gefallen sein muß.

 

 

Was also tun?

 

Im Normalfall wird ja dazu geraten, die kleinen Piepmätze wieder in das Nest zurück zu setzen - oder einfach da zu lassen, wo sie gerade sitzen. Die Elternvögel hören für gewöhnlich auch dort auf die Fütterungsrufe der kleinen, aber in diesem Fall war es uns einfach zu gefährlich. 

 

Warum? Der (oder die) Kleine saß direkt neben einer Hauptstraße, in der unmittelbaren Umgebung mehrere Bauernhöfe mit einer größeren Katzenpopulation. Also: Angehalten, den Erste Hilfe Kasten entleert und ihn zum "Vogeltransport Kasten" umfunktioniert. Jetzt weiß ich auch, warum es Pflicht ist, einen solchen Kasten im Auto mitzuführen. ;o)

 

Was also tun?

 

Da ich (obwohl eigentlich recht fit in solchen Sachen) unseren kleinen Gast nicht so recht in der Art bestimmen konnte, griff ich zum Telefonbuch und kontaktierte das Artenschutzzentrum in Leiferde. Dort wurde sich auch gleich um das kleine Findelkind gekümmert und es bekam seinen Hunger gestillt - schließlich bettelte er mich im Auto schon um Futter an. Ob der Pfleger seine Pizza tatsächlich mit dem kleinen Piepmatz teilte, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis. :o)

 

 

 

 

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